Selbstbefriedigung – Interview auf SR3

Selbstbefriedigung ist auch in unseren „aufgeklärten Zeiten“ alles andere als ein selbstverständliches Thema:
– In vielen Partnerschaften ist es ein offenes Geheimnis, oder gar ein gut gehütetes. Jedenfalls wird nicht genau nachgefragt „wie denn?“, „an wen oder was denkst du dabei?“.
– Viele Eltern klammern das Thema aus der Sexualerziehung aus oder antworten bestenfalls mit „Ja, das darf man.“  Als ob dazu nicht mehr zu sagen wäre.
– Selbstbefriedigung vor dem Partner/ der Partnerin ist eine der intimsten Praktiken überhaupt. Zuschauen würde ja noch gehen, aber selbst Hand anlegen??

Selbstbefriedigung hat keine erfreuliche Geschichte. Es ist noch nicht lange her, da galt die Selbstbefleckung als Sünde und als Ursache für alle möglichen Krankheiten, von der Schwindsucht bis zur Schizophrenie.
Auch wenn heute niemand mehr glaubt „nur tausend Schuss und dann ist Schluss“, gibt es auch heutzutage viele Vorurteile gegen den „Solosex“.
So z.B. wer in einer festen Beziehung ist, macht das nicht mehr, oder hat es auch gar nicht mehr nötig, oder macht das nur, wenn die Partnersexualität unbefriedigend ist. Weit gefehlt! Meistens läuft die Selbstliebe wie eine zweite Spur parallel zur Partnersexualität. Menschen, die ihre Erotik pflegen, haben auch ihre Selbstlieberituale und begrenzen Sexualität nicht nur auf das Liebesspiel mit dem Partner.
Wer sich selbst gut kennt, hat auch die besseren Chancen für eine erfüllende Partnersexualität. Wer sein Instrument beherrscht, spielt auch die besseren Duos.

Der Link zur Sendung: SR 3 – Die schönste Nebensache der Welt

 

 

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